Leitfaden für Softwarelizenzen: Unterschiede zwischen OEM, Retail und ESD
Entdecken Sie die Bedeutung von OEM, Retail und ESD, um die für Ihre Bedürfnisse am besten geeignete Softwarelizenz auszuwählen, ohne Fehler zu machen.

Die Abkürzungen der Softwarelizenzen verstehen
Beim Kauf von Originalsoftware stößt man auf Abkürzungen wie OEM, Retail und ESD. Diese Begriffe weisen nicht auf Unterschiede in der Funktionsweise des Programms hin, die in jeder Version identisch bleibt. Sie definieren stattdessen die Nutzungsregeln, die Art der Bereitstellung und die Verbindung zwischen der Software und dem Computer, auf dem sie installiert wird.
Der Hauptunterschied betrifft die Art und Weise, wie die Lizenz vom Hersteller erteilt wird und wie diese in Zukunft übertragen werden kann. Das Verständnis dieser Unterschiede ermöglicht es, die richtige Wahl basierend auf der beabsichtigten Nutzung des eigenen Computers zu treffen.
Der Unterschied zwischen OEM und Retail
Eine OEM-Lizenz ist für die Nutzung durch Computerhersteller gedacht. Wenn sie aktiviert wird, bindet sie sich unauflöslich an das Mainboard dieses spezifischen Computers. Wenn man sich in Zukunft entscheidet, den Computer zu wechseln, oder wenn grundlegende Hardwarekomponenten ausgetauscht werden, kann die OEM-Lizenz nicht wiederverwendet werden und es muss eine neue erworben werden.
Die Retail-Lizenz hingegen ist vom einzelnen Computer losgelöst. Das bedeutet, dass sie von einem Gerät auf ein anderes übertragen werden kann. Wenn man einen neuen Computer kauft, kann man die Retail-Lizenz auf dem alten System deaktivieren und auf dem neuen aktivieren. Die einzige Einschränkung besteht darin, dass die Lizenz jeweils nur auf einem Computer aktiv sein kann.
Was bedeutet ESD und wie funktioniert die digitale Bereitstellung
Die Abkürzung ESD steht für den elektronischen Softwarevertrieb. Es handelt sich dabei nicht um eine andere Lizenzart als die soeben beschriebenen, sondern lediglich um die Bereitstellungsmethode. Eine ESD-Lizenz wird direkt per E-Mail in Form eines digitalen Codes gesendet, zusammen mit den Anweisungen zum Herunterladen des Programms von der offiziellen Website des Herstellers.
Die ESD-Lizenz ist in jeder Hinsicht identisch mit der Lizenz, die man früher in einer physischen Box in Geschäften erworben hat. Die digitale Bereitstellung tut der rechtlichen Gültigkeit oder den Funktionalitäten der Software keinen Abbruch. Dieses System eliminiert die Versandzeiten und die Umweltbelastung durch den Transport und bietet einen sofortigen Zugriff auf das Produkt.
Welche Art der Auswahl sich lohnt
Die Wahl zwischen den verschiedenen Optionen hängt von den eigenen Nutzungsanforderungen und der Stabilität des verwendeten Computers ab. Die OEM-Lizenz eignet sich für diejenigen, die einen neueren Computer besitzen, den sie für lange Zeit nicht ersetzen oder modifizieren möchten. Es ist die typische Wahl für diejenigen, die ein einzelnes Gerät legalisieren und bis zum Ende seines Lebenszyklus aktiv halten möchten.
Die Retail-Lizenz ist hingegen die beste Wahl für diejenigen, die häufig den Computer wechseln oder die Komponenten ihres Systems gerne aufrüsten. Obwohl sie anfangs eine andere Handhabung erfordern kann, bietet sie die Sicherheit, die erworbene Software im Falle eines irreparablen Computerschadens nicht zu verlieren. Die ESD-Version schließlich wird jedem empfohlen, der die Software sofort erhalten möchte, ohne auf den Versand eines physischen Pakets warten zu müssen.
